Neiiiin - kein Stuttgart21

powerd by greatgreen ®

        Home
     

Forum
(in Vorbereitung)

siehe auch
www.liberale-demokraten-bw.de
die einzige politische Partei,
die stets eindeutig S21 abgelehnt hat

Wir plädieren für
ein tangentiales Stuttgart21 (T21)
oder einen Hochbahnhof (H21)
oder ausschließlich einen Flughafenbahnhof (F21)

 

 


Die Gegner von Stuttgart 21 werden seit dem Volksentscheid ermahnt,
sie sollten endlich Ruhe geben und dem demokratischen Mehrheitsentscheid folgen,
es gäbe keinen Grund mehr, sich gegen Stuttgart 21 zu stellen.

Diese Vorwürfe entbehren aber jeder Grundlage.
Zum einen wurde gar nicht über ja/nein  zu Stuttgart 21 abgestimmt,
sondern nur darüber, ob das Land BW aus seiner Finanzierungszusage aussteigen soll
(ohne Aussage über die der Stadt Stuttgart).

 

Gegner von S21 haben also wohl mit Ja, Befürworter von S21 wohl mit Nein gestimmt.
Wäre die Abstimmung im Sinne der S21-Gegner aber erfolgreich mehrheitlich mit Ja abgeschlossen worden,
dann hätte das keineswegs das Aus für den Bau von S21 bedeutet,
sondern nur die Möglichkeit des finanziellen Ausstiegs von BW.
Der Bauherr Bundesbahn hätte nur eine andere Finanzierung bewältigen müssen, hätte aber ansonsten gemäß Baugenehmigungen und Planfeststellungen weiter bauen dürfen.

Es gab also keine Entscheidung für oder wider S21. 

Zum anderen wurde aber das notwendige Quorum nicht erreicht,
selbst bei mehrheitlich Ja wäre das Ergebnis des Volksentscheides nicht gültig gewesen.
Da das Quorum formal zwar nur an den Ja-Stimmen gemessen wird,
ist trotzdem das Ergebnis insgesamt nicht anwendbar,
auch wenn einige spitzfindige Juristen meinen,
es sei trotzdem eine gültige Aussage über mehrheitlich Nein. 

Aber wie es auch sei, jeder Politiker, der sagt, er fühle sich an dieses Ergebnis gebunden,
sagt damit nur, dass er die zugesagte Finanzierung nicht in Frage stellt.
Insofern sind auch die Vorwürfe der S21-Gegner
weder gegen die Grün-Rote Regierung Kretschmann
noch den grünen Oberbürgermeister Kuhn von Stuttgart
gerechtfertigt.

Jeder, ob Politiker oder Bürger, kann weiterhin gegen S21 eintreten, ganz unabhängig davon,
ob und wie der Volksentscheid gewertet wird.
Das hat so der Gewinner der Stuttgarter Oberbürgermeisterwahlen,
der Grüne Fritz Kuhn, ganz richtig in seinem Wahlkampf betont.
Alle, die etwas anderes sagen, irren sich formal, rechtlich und inhaltlich. 

Und in diesem Sinne plädieren wir hier weiter gegen den Bau von Stuttgart 21.
Es fehlen Planfeststellungen und Baugenehmigungen.
Der Bau kann auch wegen des aktuellen  Brandschutzgutachtens nicht begonnen werden.
Es gibt keine barrierefreien Ausgänge im Katastrophenfall.

Die Finanzierung wird nicht zu halten sein. 

Es ist Irrsinn, an der tiefsten Stelle eines Talkessels einen Bahnhof in den Untergrund zu verlegen.
Das Mineralwasser ist gefährdet.
Die Überflutung durch Grund- und Oberflächenwasser kann nicht mit Sicherheit ausgeschlossen werden.
Ganz abgesehen von den noch ungelösten technischen Problemen
Gipskeuper und Nesenbachdüker.
Die Tunnel- Zu und –Abführungen sind unkalkulierbare Engpässe bei Unfällen.
Es fehlt noch die spezielle Signaltechnik für die geplanten Tunnel.
Wenn die jetzt mehrfach wegen Gleisumleitungen für S21 notwendigen
Streckenumbauten im Vorfeld des jetzigen Kopfbahnhofs
zu mehrfachen Entgleisungen mit mehrtägiger
Notwendigkeit der Umfahrung von Stuttgart geführt haben,
wie soll es dann erst werden, wenn im Tunnel künftig mal ein Zug entgleist?
Der Stresstest der Bahn setzt im Tiefbahnhof voraus,
dass meistens zwei Züge hintereinander stehen.
Wenn der vordere nicht fahren kann, bleibt der hintere dann auch stehen.
Bei dem ungewöhnlich hohen Gefälle der Bahnsteige
kann es auch sehr leicht durch mangelnde Haltefähigkeit der Züge
zu Auffahrunfällen kommen. 

Warum muss eigentlich ein Hauptbahnhof im Stadtzentrum liegen,
ein Flughafen oder ein Hafen tun das ja auch nicht.
Ein Hauptbahnhof muss nicht zu Fuß erreichbar sein, durch wen auch?
Ein Hauptbahnhof muss gut erreichbar sein
mit S-Bahn, Straßenbahn, Bus, Taxi oder Auto.
Stuttgart hat den jetzigen Bahnhof bei seinem Bau vor 100 Jahren
vor die Innenstadt verlegt, das hat also Tradition. 

Die Umfahrung von Stuttgart hat bei Unfällen im Bahnhofsbereich auch Tradition.
Also wäre es sinnvoll, die Vorteile von K21 und S21 zu T21 zu verbinden.
Es wird ein neuer oberirdischer Hauptbahnhof außerhalb der City,
zum Beispiel am Rosensteinpark gebaut
an der tangentialen Strecke Vaihingen-Esslingen,
tangential zu Innenstadt.
Hier fahren auch alle S-Bahnen vorbei und viele Straßenbahnen. 

Die durch Verzicht auf  K21 freiwerdenden Innenstadtflächen
können genutzt werden wie bei S21.
Die technischen und finanziellen Unwägbarkeiten von S21 wären vermieden,
ebenso die aufwändige Sanierung von K21.
Der Fildertunnel zum Flughafen und zur Neubaustrecke nach Ulm
könnte und müsste trotzdem gebaut werden.
Vermeidung von Nachteilen, Summierung aller Vorteile,
das ist doch ein wirklich tragfähiger Kompromiss.
Leider wurde darüber bisher kaum diskutiert. 

Wenn aber ein Fernbahnhof in Citynähe erwünscht ist
und vorzugsweise quer, warum dann nicht auf Stelzen,
ein Hochbahnhof (H21).
Der liegt dann wie der geplante Tiefbahnhof (S21) quer im Talkessel,
nur einige Meter über der Erde.
Zusätzlich zu den Vorteilen des Geländegewinns,
der besseren Anbindung der Fernstrecken,
der kürzeren Zugfolge und der Citynähe
kämen noch mindestens drei Vorteile hinzu.
Die Verbindungstunnel in den Talkessel wären wesentlich kürzer,
barrierefreie Zugänge wären bei den Tunnelaustritten am Hang ohne weiteres herzustellen.
Außerdem wären Brandschutz, Katastrophenhilfe und Evakuierung
leichter und vielfältiger an die Situation anpassbar realisierbar. 
Zusätzlich könnte unter dem Hochbahnhof ebenerdig wieder ein
zentraler Busbahnhof eingerichtet werden, was sicher sinnvoll in der Innenstadt wäre. 

Wenn allerdings ein Hauptbahnhof in der Innenstadt gar nicht notwendig erscheint,
nur die gute Erreichbarkeit und Verkehrsintegration wichtig ist,
dann könnte auch ein neuer Hauptbahnhof direkt am Flughafen (F21)
gebaut werden einschließlich zentralem Busbahnhof.

In diesem Fall muss kein hoher Aufwand für eine Tunnelverbindung
zwischen Innenstadthauptbahnhof und Flughafen getrieben werden,
weil beide Bahnhöfe vereint sind,
die Schienenverbindung zur Innenstadt erfolgt durch S-Bahn und Stadtbahn.

Da der Kopfbahnhof dann entfällt, sind die gleichen Vorteile
für neue Innenstadtflächen gegeben wie bei S21 und T21.
Der Anschluss der Regionalbahnen erfolgt im Bereich Nordbahnhof /Rosenstein
an die tangentiale Strecke Zuffenhausen-Flughafen. 

Jeder tangentiale Bahnhof für Stuttgart, ob Rosenstein oder Flughafen,
bedeutet eine wesentlich schnellere Fertigstellung
als der Bau von S21 oder die Renovierung von K21.
Die Flächen in der Innenstadt ständen früher zur Verfügung
Und die technische Machbarkeit ist weniger kritisch.
Falls S21, trotz technischer oder finanzieller Probleme,
überhaupt fertig gestellt würde,
müsste sich eine Testphase anschließen, um die Bedienung der Regionalzüge
und den Durchsatz im Alltag zu prüfen.
Es würde also jahrelang ein Kombibahnhof betrieben,
wie er in der Schlichtung vorgeschlagen, der alle Nachteile kombiniert.
Eine Bebauung der Flächen wird wohl frühestens ab 2030 erfolgen können,
eventuell auf Dauer auch nur teilweise.
Eine Erweiterung von S21 wird sicher niemals möglich sein.

Letzte Änderung  03.04.13

Webmaster